Cheerab Kehraus. So heisst jeweils der letzte Tanz einer Stubete. Beim Quartett mit eben diesem Namen hofft man jedoch den ganzen Abend, dass der Cheerab noch lange nicht angestimmt werden möge. Das Quartett es hatte seine Première am 1. Akkordeonfestival Zug 2008 - mäandert durch die verschiedensten Stilrichtungen. Dennoch ist der Bezug zur eigenen alpinen Tradition immer wieder ein wichtiger Bezugspunkt. In dieser Musik ist vieles möglich, und sie nimmt immer wieder überraschende Wendungen. Einmal tauchen die vier in lyrische Klanglandschaften ein. Kurz darauf kurven sie halsbrecherisch durch ungerade Metren. Cheerab verbindet unbändige Spielfreude und Improvisationslust. Das Ganze wird gewürzt mit einer gehörigen Portion Schalk. A propos würzen: Dass alles auf einer Tour in Namibia begann, wo ein Teil von Cheerab zum ersten Mal im Rahmen eines Chorprojekts zusammengefunden hat, gibt dem Projekt auch eine exotische Note. Denn wer in Afrika getrocknete Mopane-Raupen verspiesen hat, schreckt musikalisch vor nichts zurück….